Hessen feiert dieses Jahr seinen 70. Geburdsdaach!

 

Eine schöne Gelegenheit vielleicht den speziellen Charakter dieses "Hessen" genauer unter die Lupe zu nehmen. Natürlich ist die Mund- und Lebensart sehr viel älter.

Dass die Landschaft Hessens etwas ganz Besonderes ist, weiß die Welt spätestens seit Goethes leidenden Werther. Wobei der junge Werther nicht an der Natur gelitten hat, sondern vielmehr an dessen unfassbarer ursprünglicher Schönheit (natürlich spielen Probleme in der Liebe eine gewisse Rolle). Aber es ist bezeichnend, dass der Werther sein Heil vor dem Menschlichen in der Natur sucht, in den ursprünglichen Orten in denen die Menschen tief mit ihrer Region verwachsen sind. Selbst moderne Metropolen wie Frankfurt haben bis heute nichts daran geändert.

Die Menschen leben ihr Land und ihre Traditionen. Das spiegelt sich nicht nur ihrer spitzbübischen Gelassenheit wieder, die ihren Ausdruck in dem unverkennbaren Dialekt findet, sondern auch in der Pflege regionaler Sitten und Produkte. Ja der Ebbelwoi, gehört genauso dazu wie die Ahle Wurscht oder die Grüne Soße, das Standardwerk Hessischer Kochkunst, welches in allen denkbaren Variationen, von der Marktbude bis zum Gourmettempel dargereicht wird. Eigentlich kann man Hessen auf diese Wiese zusammenfassen, moderne Variationen von Tradition und Regionalität. Serviert kriegt der Besucher das Ganze natürlich immer mit einem Schuss Humor, das älteste und zum Glück hartnäckigste Stück hessischer Lebensart.